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Mittwoch, 14.September
Textrevolte - Eine Reihe zu Literatur und Politik

Eine Kooperation von Ringlokschuppen Mülheim und Literaturbüro Ruhr e.V., gefördert aus Mitteln des Programms Regionale Kulturpolitik des Landes
Nordrhein-Westfalen

Alle Veranstaltungen finden statt im:
Ringlokschuppen
Am Schloss Broich 38
45479 Mülheim an der Ruhr

Eintritt zu jeder Veranstaltung: 7 Euro

Karten unter fon 0208.99316-0

info@ringlokschuppen.de oder www.ringlokschuppen.de
und www.derticketservice.de/ringlokschuppen

Mehr Infos auch unter www.literaturbuero-ruhr.de

Buchmesse RuhrMinisterium des Landes NRWRAARinglokschuppen
Feridun Zaimoglu
Feridun Zaimoglu - Ruß
BUCHPREMIERE: FERIDUN ZAIMOGLU STELLT SEINEN ROMAN ›RUß‹ VOR UNS SPRICHT MIT GERD HERHOLZ.
Liebe, Trauer und Vergeltung im Ruhrpott - eine deutsche Saga


Mittwoch, 14. September 2011, 19.30 Uhr

Ein Kiosk in Duisburg ist der Ausgangspunkt einer rasanten Geschichte, die ihren Helden durch den Ruhrpott, nach Warschau und bis auf die Großglocknerstraße führt - und an die Grenzen seiner Liebes- und Leidensfähigkeit.
Die Gegend ist im Umbruch, und gebrochen ist auch der Held dieser Geschichte. Rentz war Arzt, doch als seine Frau von einem Einbrecher ermordet wurde, zerbrach seine Welt und brach sein Wille. Seit mehreren Jahren hilft er bei seinem Schwiegervater aus, der einen Kiosk mitten in Duisburg führt, kümmert sich um die Alltagssorgen der Trinker und Hänger, trauert um seine Frau und sinnt auf Vergeltung. Sein Leben kommt wieder in Fahrt, als er den Auftrag erhält, einen verstörten jungen Mann aus Warschau zurückzuholen. Wieder in Duisburg verliebt er sich in die Kellnerin Marja, doch dann holt ihn die Vergangenheit ein: Er erfährt von der Haftentlassung des Mörders seiner Frau und heftet sich an seine Fersen.

Zaimoglu zeigt das Drama eines Menschen, den kaum noch etwas im Leben hält, vor dem Hintergrund einer Welt, die durch eine große Tradition geprägt ist und sich gerade neu erfindet.
Mit ›Liebesbrand‹ und ›Hinterland‹ hat Feridun Zaimoglu erfolgreich die Romantik in die deutsche Gegenwartsliteratur zurückgeholt, und nun wendet er sich einer Region zu, die deutscher kaum sein könnte: dem Ruhrpott, Industriebrache im Wandel zur Dienstleistungsregion.

Feridun Zaimoglu, geboren 1964 im anatolischen Bolu, lebt seit 35 Jahren in Deutschland. Er studierte Kunst und Humanmedizin in Kiel, wo er seither als Schriftsteller, Drehbuchautor und Journalist arbeitet. Er war Kolumnist für das Zeit-Magazin und schreibt für die Welt, die Frankfurter Rundschau, die Zeit und die FAZ. 2002 erhielt er den Hebbel-Preis, 2003 den Preis der Jury beim Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt und 2004 den Adelbert-von-Chamisso-Preis. Im Jahr 2005 war er Stipendiat der Villa Massimo in Rom. Im selben Jahr erhielt er den Hugo-Ball-Preis und 2007 den Grimmelshausen-Preis, 2008 den Corine-Preis für seinen letzten Roman ›Liebesbrand‹ und 2010 den Jakob-Wassermann-Literaturpreis.

 

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Foto:
Bettina Fürst-Fastré