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Mittwoch, 14.September
Textrevolte - Eine Reihe zu Literatur und Politik

Eine Kooperation von Ringlokschuppen Mülheim und Literaturbüro Ruhr e.V., gefördert aus Mitteln des Programms Regionale Kulturpolitik des Landes
Nordrhein-Westfalen

Alle Veranstaltungen finden statt im:
Ringlokschuppen
Am Schloss Broich 38
45479 Mülheim an der Ruhr

Eintritt zu jeder Veranstaltung: 7 Euro

Karten unter fon 0208.99316-0

info@ringlokschuppen.de oder www.ringlokschuppen.de
und www.derticketservice.de/ringlokschuppen

Mehr Infos auch unter www.literaturbuero-ruhr.de

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›DU SOLLST DICH NICHT GEWÖHNEN. VERSION 2.0‹ - EINE SZENISCHE LESUNG ZUM 90. GEBURTSTAG ERICH FRIEDS -
Leben und Werk Erich Frieds vorgestellt von Maria Neumann und Gerd Herholz


Mittwoch, 15. Juni 2011, 19.30 Uhr

Am 6. Mai 2011 wäre Erich Fried 90 Jahre alt geworden. Erich Fried war ›deutscher Dichter‹ und Österreicher mit britischem Pass, war Verfasser politischer Lyrik und freimütiger Liebesgedichte, war ›revolutionärer Überwachungsdienst‹ (M. Reich-Ranicki) und Freiraum fordernder Ehemann. Oder wie ihn seine Witwe, Catherine Fried, in ihren Erinnerungen ›Über kurz oder lang‹ (Wagenbach, 2008) beschreibt: ›Weiser und Narr in einem war er: unterhaltsam, erhellend oder peinlich und häufig auch alles zugleich oder in rascher Folge.‹ Das alles also war Erich Fried - und noch so viel mehr.

Mit dem Stilmittel des ernsthaften Wortspiels gewann Fried der Sprache neue Möglichkeiten ab und entlarvte das Wortgeklingel politischer Rede und literarischen Kunsthandwerks. Als politischer Lyriker war Fried aber ebenso umstritten wie als couragierter Menschenrechtler. In seinem Nachruf für Fried schrieb Marcel Reich-Ranicki, der ›militante Poet‹ Fried ›verkörperte den permanenten Protest‹, konstatierte aber auch, dass vor allem wohl die ›Liebesgedichte‹ aus dem Spätwerk als Gedichte bleiben werden.
Kontrovers und provozierend, aber auch freundlich-ehrend nähern sich Gerd Herholz (Leiter des Literaturbüros Ruhr, einst Interviewer und privater Gastgeber Frieds) und Maria Neumann (Schauspielerin am Theater an der Ruhr) dem Leben, Werk und Wirken Erich Frieds.

Maria Neumann erhielt nach ihrem Studium an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover ihr erstes Engagement am Staatsschauspiel ›Ballhof‹. Nachdem sie im Antikenprojekt am Essener Grillo-Theater mitwirkte, ist sie seit 1986 festes Ensemblemitglied des Mülheimer Theaters an der Ruhr und spielte unter anderem in ›Käthchen von Heilbronn‹, ›Lenz‹, ›Titus Andronicus‹ oder ›Der kleine Prinz‹. Für Kinder und Erwachsene gleichermaßen tritt sie auch als virtuos spielende Märchenerzählerin auf.

Von Gerd Herholz erschienen der Gedichtband ›auf- und abgesänge‹ sowie ›Experiment Wirklichkeit. Renaissance des Erzählens? 14 Poetikvorlesungen‹ (als Herausgeber). Ende 2003 wurde in der 3. Auflage der Longseller zum Kreativen Schreiben, ›Die Musenkussmischmaschine. 132 Schreibspiele‹ (mit Bettina Mosler), wieder aufgelegt. 2010 gab er im Klartext Verlag die Anthologie ›Stimmenwechsel. Poesie längs der Ruhr‹ heraus.

Herholz bloggt regelmäßig unter www.ruhrbarone.de.



 

 

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Erich und Caterine
Foto:
Günter Zint