8 ›LIEBER GOTT , DU BIST DER BOSS, AMEN.DEIN RHINOZEROS‹ I
Harry Rowohlt und Christian Maintz lesen Klassiker der komischen Lyrik

›Statt Schlachtung‹, sprach der Enterich,
›bezöge lieber Rente ich.‹

Günter Nehm Schüttelreime, Sprachspiele, ernstzunehmend Humoristisches und Kalauer knapp unter der Gürtellinie – die deutsche Humorlandschaft ist entgegen dem Klischee vom humorlosen Deutschen vielfältig. Doch warum man über den Ausruf ›Wachtel Wachtel Dschingis-Khan!‹ [F. W. Bernstein] lachen kann oder sich bereitwillig über Robert Gernhardts ›Zirbelente‹ amüsiert – das erläutert kenntnisreich der Germanist und Autor Christian Maintz.

Er behandelt dabei Fragen wie: Was macht ein komisches Gedicht komisch? Und gibt es typische Themen, die in komischer Lyrik fast schon stereotyp auftauchen?

Begleitet wird Maintz vom derzeit republikweit wohl kompetentesten, wenn nicht gar begnadetsten Rezitator Harry Rowohlt, der auf unnachahmliche Weise alten Bekannten und neueren Entdeckungen wie Heinrich Heine, Wilhelm Busch, Robert Gernhardt, Joachim Ringelnatz, aber auch Fritz Eckenga, Wiglaf Droste und Max Goldt seine Stimme leiht. In friedlicher Eintracht wechseln sich Schmunzeln und Staunen ab, dazu Rowohlt:

›Ich lese komische Gedichte – und Christian Maintz erklärt den Leuten, warum sie gelacht haben.‹ Ein wissenschaftlich untadeliger, aber politisch völlig unkorrekter Abend voll alltagstauglicher Kalauer, zitierwürdiger Mehrzeiler und hochgeistigen Blödsinns.


Foto: Martin Kunze


Mittwoch, 28. Oktober 2009, 20 Uhr
Stadtbibliothek Duisburg,
Düsseldorfer Str. 5–7
Eintritt 12 €, Vvk. 10 €;
Kartenreservierung empfohlen
Karten-Tel. 02 03. 2 83 42 18