Eingefasst in eine
formal ausgearbeitete und live-elektronische
Komposition wird ein ›akusmatischer‹ Turm, ein
wucherndes Gebilde aus Klang und Text konstruiert. Bei
der Auswahl der Texte wird zurückgegriffen auf Fragmente
und Passagen, angefangen bei den Merseburger Zaubersprüchen,
den Runen-Orakeln, dem Nibelungenlied bis zu
Werken von Dante, Goethe, Büchner, Baudelaire, Kafka.
Über diesen ersten Etagen des Klangturms werden
schwindelerregende Hochbauten der Sprachkunst bzw.
Weltliteratur montiert. Im Verlauf der Komposition werden
die babylonischen Sprachpartikel durch Klangbearbeitung,
Neuzusammenstellung oder Schnitt zu reinem Klang, zu rein musikalischem
Material. Ausgestattet mit
Vinylpressungen des Textmaterials sowie bizarren
Exponaten – von ornithologischen Vorträgen der 50er
Jahre bis zu Freejazz-Klassikern – werden ein Kontrabassist,
ein Percussionist und Live Elektroniker sowie ein
Turntablist virtuos alltägliche Sprachwahrnehmung in
Frage stellen. Gesprochen von Bernhard Krämer und
Frank Overhoff.
Peter E. Eisold [*1959] lebt als freischaffender
Künstler in
Mülheim/Ruhr. Er ist [Gründungs-] Mitglied musikalischer
Projekte [u. a. der Helge Schneider Big Band] und Träger
des Ruhrpreis-Förderpreises 2003. www.peter-eisold.de
Alois Kott [*1950] studierte Kontrabass,
Gitarre sowie live-elektronische Komposition und absolvierte einen
Meisterkurs auf der Villa Hügel in Essen. Er tourt im Rahmen
verschiedener musikalischer Projekte rund um den Globus. www.aloiskott-unlimitedmusic.de
Nachdem er bis ins Jahr 2005 DJ der Dancehall-Kombo
Seeed war, ist DJ illvibe [Vincent Graf
von Schlippenbach,
*1980] nicht nur Mitglied der Band Lychee Lassi, sondern
tritt mit dem Projekt nuBox auf diversen Jazzfestivals auf.
www.lycheelassi.de
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Foto: Eberhard Auriga

Foto:Marion Ott
Donnerstag, 12. November 2009, 20 Uhr
domicil, Hansastr. 7–11,
Dortmund
Eintritt 6 €, Vvk. 4 €;
Kartenreservierung empfohlen
Karten- Tel. 02 31. 8 62 90 30 oder unter
ticketing@domicil-dortmund.de
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