4/5 ›DU SOLLST DICH NICHT GEWÖHNEN‹
EINE SZENISCHE LESUNG

Leben und Werk Erich Frieds vorgestellt von Maria Neumann und Gerd Herholz

Erich Fried war ... deutscher Dichter und Österreicher mit britischem Pass, Verfasser politischer Lyrik und zarter Liebesgedichte, ›revolutionärer Überwachungsdienst‹ [M. Reich-Ranicki] und Freiraum fordernder Ehemann. Oder wie ihn seine Witwe, Catherine Fried, in ihren Erinnerungen ›Über kurz oder lang‹ [Wagenbach, 2008] beschreibt: ›Weiser und Narr in einem war er: unterhaltsam, erhellend oder peinlich und häufig auch alles zugleich oder in rascher Folge.‹ Mit dem Stilmittel des ernsthaften Wortspiels gewann Fried der Sprache neue Möglichkeiten ab und entlarvte das Wortgeklingel literarischen Kunsthandwerks. In seinem Nachruf schrieb Marcel Reich-Ranicki, der ›militante Poet‹ Fried ›verkörperte den permanenten Protest‹, konstatierte aber auch, dass vor allem wohl die ›Liebesgedichte‹ aus dem Spätwerk als Gedichte bleiben werden.
Kontrovers und provozierend, aber auch freundlich ehrend nähern sich Gerd Herholz und Maria Neumann dem Leben, Werk und Wirken Erich Frieds.

Maria Neumann [*1960] studierte Musik und Theater und ist seit 1986 festes Ensemblemitglied des Mülheimer Theaters an der Ruhr. Sie spielte unter anderem in ›Käthchen von Heilbronn‹, ›Lenz‹ oder ›Der kleine Prinz‹.

Von Gerd Herholz erschienen der Gedichtband ›auf- und abgesänge‹ sowie ›Experiment Wirklichkeit. Renaissance des Erzählens? 14 Poetikvorlesungen‹. Er war Co-Autor für den ›Kulturverführer Ruhrgebiet‹ und gab mit Bettina Mosler einen Longseller zum Kreativen Schreiben heraus: ›Die Musenkussmischmaschine. 132 Schreibspiele‹.





Mittwoch, 30. September 2009, 20 Uhr
werkstatt e. V.,
Hagenstr. 34, Gelsenkirchen-Buer
Eintritt 5 €, Vvk. 3,50 €;
Kartenreservierung empfohlen
Karten-Tel. 0 20 43. 99 26 44 oder unter
verena.geiger@stadt-gladbeck.de


Donnerstag, 1. Oktober 2009, 20 Uhr
Stadtbücherei Gladbeck,
Friedrich-Ebert-Str. 8
Eintritt 5 €, Vvk. 3,50 €;
Kartenreservierung empfohlen
Karten-Tel. 0 20 43 . 99 26 58 oder unter
www.stadtbuecherei-gladbeck.de