|
[durch den Abend führt Erwin Grosche]
Erwin Grosche ist Kabarettist, Schauspieler und
Autor von Kinderbüchern. Neben seinen Kleinkunst- und Theaterproduktionen
haben ihn vor allem seine Tonträger für Kinder bekannt
gemacht. 1996 erhielt er den Prix Panthéon, 1999 den Deutschen
Kleinkunstpreis. Seine Laut- und Leisegeschichten,
seine Lieder und seine wundervollen Quatschgedichte
verhindern mit ihrem spielerischen Witz so manch vorzeitiges Einschlafen
vor Mitternacht.
Der Meister der leisen Töne kann es auch laut. Mit der Bassistin
Antje Wetzel [sie spielt auch Klavier und Trompete]
und dem Punk-Schlagzeuger Barny Bürger [er spielt auch mit Schubladen
und anderen Krachinstrumenten] bringen die drei als ›Die
Flamingos‹ Stimmung
in die Bude und Bewegung in Arme und Beine. GroscheHits wie ›Die
Ameisenstraße‹ oder neue Songs wie ›Wenn mein Dackel
Flügel hätte‹ swingen und rocken, was das Zeug hält.
Jürg Schubiger, geboren in Zürich,
aufgewachsen in Winterthur, kam nach verschiedenen beruflichen Anläufen
und Abbrüchen und längeren Aufenthalten in Südeuropa
zu einem Studium der Germanistik, Psychologie und Philosophie, das
er mit einer Dissertation über Franz Kafka abschloss. Es folgten
zehn Jahre Tätigkeit im pädagogischen Verlag seiner Familie.
Ab 1979 arbeitete er – auch gemeinsam mit seiner Frau – vorwiegend
als Psychologe. Heute wohnt er in Zürich und Intragna [ Tessin]
und ist ausschließlich als Schriftsteller tätig. Seine Bücher
für Kinder und Erwachsene wurden vielfach ausgezeichnet, u. a.
mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis. Die poetischen ›
Geschichten von Jürg Schubiger haben mindestens drei gute Eigenschaften:
Erstens fühlt man sich wohl mit ihnen. Zweitens sind es Geschichten,
die Kindern und Erwachsenen gleichermaßen gefallen. Drittens
sind es Glücksgeschichten. Man trifft auf sie wie auf einen unverhofften
Fund.‹ [Hans-Joachim Gelberg ]
Frantz Wittkamp arbeitet seit 1970 als Maler
und Dichter in Lüdinghausen. Seine Bilder zeigte er in zahlreichen
Ausstellungen. Er hat u. a. Bücher von Paul Maar und 18Christine
Nöstlinger illustriert. Für seine Gedichte erhielt er den
Großen Österreichischen Staatspreis für Kinderlyrik.
Mit seinen Vierzeilern beglückt er große und kleine Kinder:
liefert Eigen- und Feinsinn, Tief- und Hintersinn, Irr- und Unsinn
auf engstem Raum sozusagen. Ein Ehrenplatz neben Guggenmos, Jandl,
Krüss und Hans Manz ist Frantz Wittkamp sicher; z. B. für
diesen Vierzeiler: ›Immer hält der Menschenfresser, wenn
er seine Menschen
frisst, links die Gabel, rechts das Messer, weil er gut erzogen ist.‹
|




Freitag, 14. September 2007,
20 Uhr
Zentralbibliothek Duisburg,
Düsseldorfer Straße 5–7
Eintritt 10 €, Vvk. 7 € ; Schüler ab 12 Jahre 6 €,
Vvk. 4 €
Karten-Telefon: 02 03.2 83 42 18
|