3 WESTFALIAN ALIENS
Fritz Eckenga, Wiglaf Droste & Thomas Gsella lesen lauter
Lyrik und ziemlich Ungereimtes

Fritz Eckenga belebt, wenn er nicht woanders ist, einen blickdichten Teil der Stadt Dortmund. Als freier Mensch schreibt er für sich selbst, für ausgewählte Zeitungen und für Hörfunksender. Er tritt mit Bühnenprogrammen vor Publikum auf oder gelegentlich im Fernsehen.
    Zahlreiche Veröffentlichungen. Bei Kunstmann erschienen
z. B. ›Ein Wort liebt das andere‹ und ›Jahreshauptversammlung
meiner Ich-AG‹. Bei der Edition Tiamat erschienen
› Kucken, ob’s tropft‹, ›Ich muss es ja wissen‹ und zuletzt ›Du bist Deutschland? Ich bin einkaufen. Geschichten
und Gedichte‹.
    › Eckenga philosophiert mal melancholisch, mal blödelnd über die Dinge des Lebens – also Fußball, Politik, Frauen – dann geht es noch um Wichtigtuer, Weicheier und Alltagsgeschichten aus dem Ruhrpott. Eckenga ist ein wunderbarer Jongleur der Sprache, ironisch, poetisch, charmant.‹ [Der Spiegel]

Wiglaf Droste, geboren 1961 in Herford, war Redakteur der taz und der Titanic. Er veröffentlicht seine Texte in Funk und Fernsehen, in Zeitungen, Büchern und auf Tonträgern. Wiglaf Droste kolumniert immer freitags auf der Wahrheit-Seite der taz, schreibt eine Hörbuchkolumne für die FR.
    Gemeinsam mit dem Stuttgarter Meisterkoch Vincent Klink gibt Droste seit 1999 die vierteljährlich erscheinende kulinarische Kampfschrift ›Häuptling Eigener Herd‹ heraus. Als Sänger nimmt er mit dem Essener Spardosen-Terzett CDs auf und begibt sich auf ausgedehnte Konzert- und Lesereisen.
    Droste kann beides: Satire vom Härtesten und Poesie vom Feinsten. Bei Reclam Leipzig erschien sein Gedichtband › nutzt gar nichts, es ist Liebe‹. Darin findet man zarte Liebeserklärungen neben fabelhaften Kalauern und ätzenden Versen über peinliche Persönlichkeiten des deutschen Gemeinwesens, unter Überschriften wie ›Brüste wippen, Männer kippen. Lieder für Heranwachsende‹.

Thomas Gsella ist Chefredakteur der Satirezeitschrift Titanic. 2004 erhielt er den Cuxhavener Joachim-Ringelnatz-
Nachwuchspreis für Lyrik. Im Ruhrgebiet kennt man ihn noch als Kolumnist oder über sein Buch ›So werde ich Heribert Faßbender. Grund- und Aufbauwortschatz
Fußballreportage‹ [Klartext Verlag]. Gedichtbände von ihm heißen etwa ›Generation Reim‹ oder ›Ins Alphorn gehustet‹. Vom jungen Vater Gsella konnte man Gedichte nicht nur in der NRZ lesen, sondern auch in des Dichters erfolgreichstem Werk ›Kille Kuckuck Dideldei – Gedichte mit Säugling‹ [nebst einigen Materialien zur Elternverblödung].
    Jüngst erschien im Rowohlt Verlag Thomas Gsellas neuer Gedichtband ›Kinder, so was tut man nicht‹: Seit den Zeiten Wilhelm Buschs hat sich das pädagogische Niveau nur unwesentlich gehoben. Abhilfe schafft Gsellas Kompendium, welches das Kind von heute in klaren Merkversen über die Regeln familiären Zusammenlebens nachhaltig aufklärt.


 

Donnerstag, 26. Juli 2007, 20 Uhr
Maschinenhalle Zweckel,
Frentroper Straße 74, Gladbeck-Zweckel

Anfahrt Auto: A2: Abfahrt Gladbeck-Ellinghorst > Richtung Ellinghorst, Schultendorf, Zweckel, Beschilderung ›Maschinenhalle Zweckel‹ folgen. /
A 31: Ausfahrt Gladbeck, Kirchhellener Straße Richtung Gladbeck > Beschilderung › Maschinenhalle Zweckel‹ folgen.
Nahverkehr: Bahnhof Gladbeck, Buslinie 253 Richtung Gladbeck-Zweckel bis Haltestelle Frielinghausstraße

Eintritt 14 €, Vvk. 12 €
Karten-Telefon 0 20 43.99 26 58
[Stadtbücherei Gladbeck]
oder per eCash im Internet über die Homepage
www.stadtbuecherei-gladbeck.de