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5.11.17
10.11.2017, 19.30 Uhr, Literaturhaus Dortmund: A. L. Kennedy liest aus "Leises Schlängeln" und spricht mit Gabriele von Arnim

Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe "Über Leben! Von der Hoffnung auf Zukunft"

In Kooperation mit dem Literaturhaus Dortmund

Lesung der deutschsprachigen Passagen: Maria Neumann
Ein Abend in englischer und deutscher Sprache

Freitag, 10. November 2017, 19.30 Uhr
Literaturhaus Dortmund
Neuer Graben 78, 44139 Dortmund

Eintritt: 8/10 € (Vorverkauf/Abendkasse)
Karten im Literaturbüro Ruhr unter 0 20 43.99 26 44, unter verena.geiger@stadt-gladbeck.de, im Literaturhaus Dortmund zu den Öffnungszeiten (Do 15 - 19 Uhr) oder unter vvk@literaturhaus-dortmund.de
literaturhaus-dortmund.de


A. L. Kennedys Geschichte einer Schlange und ihrer tiefen Freundschaft zu dem Mädchen Mary spielt zu einer Zeit, in der Menschen hungern müssen, in der so viele zu leiden haben unter dem Reichtum und Machthunger weniger. Auch Mary spürt Entbehrung und Mühsal, bewahrt sich jedoch ihren poetischen Blick auf die Welt, in der sich für das Mädchen selbst in den trostlosesten Winkeln noch etwas Zauberhaftes finden lässt. So empfindet sie keine Angst, sondern reine Neugier, als sich eines Tages die Schlange Lanmo um ihr Bein windet und sich fortan mit ihr durch das Leben kämpft.
Eine Schlange als Lebensbegleiter, als Helfer in der Not? Noch dazu eine Schlange, die mit dem Tod im Bunde ist, aber plötzlich die Liebe für sich entdeckt? Schlangen brauchen eine Lobby, findet A. L. Kennedy, und setzt der Helferin des Kleinen Prinzen ein berührendes literarisches Denkmal.
Auf kleinem Raum erzähle A. L. Kennedy ein ganzes Leben, urteilt die FAZ. Mit hintergründigem feinen Humor und Seitenhieben auf jene, die in der Gesellschaft auf Kosten der anderen den Ton angeben, begleitet die schottische Schriftstellerin das Mädchen Mary und die Schlange Lanmo auf ihrem Weg durch eine Welt, in der Freundschaft, Liebe und die Hoffnung auf ein Zipfelchen Glück überlebensnotwendig sind.

A. L. Kennedy zählt zu den bekanntesten literarischen Stimmen Europas. Für ihre in viele Sprachen übersetzten Romane und Erzählungen wurde die 1965 in Schottland geborene und heute in Essex lebende Autorin mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur und dem Heinrich-Heine-Preis der Stadt Düsseldorf. Als Essayistin bezieht sie immer wieder engagiert Stellung zu Themen in Politik und Gesellschaft.

Dr. Gabriele von Arnim arbeitete als freiberufliche Journalistin in New York, war US-Korrespondentin für die Kunstzeitschrift ›art‹, für diverse deutsche Zeitungen, für den Hörfunk und Moderatorin für ARTE, den SWR und das Schweizer Fernsehen. Im Juli 2017 veröffentlichte sie gemeinsam mit anderen Autorinnen und Journalistinnen das Buch ›Was tun – Demokratie versteht sich nicht von selbst‹. Gabriele von Arnim lebt in Berlin.

Maria Neumann ist seit 1986 festes Ensemblemitglied des Mülheimer Theaters an der Ruhr. Für Kinder und Erwachsene tritt sie auch als virtuos spielende Märchenerzählerin auf.