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13.09.15
24.9.15, 20 Uhr. Achtung, Satire! Harald Martenstein liest in Duisburg aus "Schwarzes Gold aus Warnemünde"

Eine Veranstaltung der Reihe "ruhrSpott"

In Kooperation mit der Stadtbibliothek Duisburg und dem Verein für Literatur und Kunst

Donnerstag, 24. September 2015, 20 Uhr
Konferenzzentrum ‚Der Kleine Prinz‘
Schwanenstr. 5 – 7, 47051 Duisburg

Eintritt: 8/10 € (Vorverkauf/Abendkasse)
Karten im Vorverkauf in der Zentralbibliothek (während der Öffnungszeiten), Steinsche Gasse 26, 47051 Duisburg
Keine telefonische Reservierung
stadtbibliothek-duisburg.de

 

 

Im Herbst 1989 wird nahe der Ostseeküste ein riesiges Ölvorkommen entdeckt. Die DDR überlebt nicht nur – sie ist plötzlich das reichste Land der Welt, reicher als Saudi-Arabien. Doch das schwarze Gold bringt nicht nur Segen.
2015 feiert die DDR 25 Jahre Erdöl-Sozialismus – beneidet von ihren Brüdern und Schwestern im verarmten Westen. Dank ihres Wagemuts und wechselnder Identitäten gelingt zwei Reportern, wovon viele nur träumen: ein Blick hinter die Kulissen. Der Westdeutsche Martenstein und der systemkritische DDR-Bürger Peuckert lernen die Schattenseiten des Imperiums kennen. Sie gehören zu jenen Wanderarbeitern, die ihre Körperkraft feilbieten auf den Prunktellern des Petro-Kommunismus. Als Masseur, Portier, Broilerbrater werden sie buchstäblich wie der letzte Dreck behandelt und als Undercover-Reporter von den Mächtigen hofiert. Trotz aller Demütigungen und Gefahren begegnen ihnen aber auch Freundschaft und, ja, Liebe.
Sämtliche Einnahmen aus dem Verkauf ihres aufrüttelnden Buches fließen der Minolpirol-Stiftung zu.

Harald Martenstein, geboren 1953 in Mainz, war Frontmann der Band ‚Ihr habt es so gewollt‘. Er arbeitete als Hotelportier in Berlin, Hauptstadt der DDR, als Facharbeiter für Warenbewegung im Palast der Republik und als Broilerbrater auf Hiddensee. Daneben war er immer wieder journalistisch tätig. Martenstein wurde deshalb mehrfach zu Haftstrafen in ost- und westdeutschen Gefängnissen verurteilt. Er nennt sich selbst den „ostdeutschen Wallraff“ und wurde einmal für den Alternativen Grimme-Preis nominiert.
(Nur wenige kennen ihn noch als Kolumnisten des Tagesspiegel oder der ZEIT, dort unter zeit.de/serie/martenstein)