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29.05.15

11.6.15, Duisburg: Duisburg, Wuppertal, Istanbul - Judith Kuckart und Selim Özdogan auf Spurensuche

Kunststiftung NRW, Literaturbüro Ruhr und Stadtbibliothek Duisburg präsentieren die Prosa-Anthologie „Eigentlich Heimat. Nordrhein-Westfalen literarisch"

Gefördert von der Sparkasse Duisburg

Donnerstag, 11. Juni 2015, 20.00 Uhr
Kuhlenwall Karree der Sparkasse Duisburg, Kuhlenwall 20
47051 Duisburg

Eintritt: 5 Euro
Karten an der Abendkasse im Kuhlenwall Karree



2014 lud die Kunststiftung NRW ein zu einer literarischen Ortsbeschreibung Nordrhein-Westfalens. 29 Autorinnen und Autoren aus diesem großen Bundesland zwischen Teutoburger Wald und holländischer Grenze, zwischen Münsterland und Eifel, wurden gebeten, sich schreibend mit den Regionen, Landschaften und Temperamenten ihrer Heimat auseinanderzusetzen. Entstanden ist die von Bettina Fischer und Dagmar Fretter herausgegebene Anthologie „Eigentlich Heimat. Nordrhein-Westfalen literarisch“, aus der an diesem Abend Judith Kuckart und Selim Özdoğan lesen werden.

Heimat – das kann die Strecke sein, die man täglich mit der Duisburger Straßenbahn zurücklegt oder aber der Anblick einer von der Zeit angegriffenen Skulptur im Stadtpark. Heimat ist aber auch ein Gefühl für die eigene Zugehörigkeit, das nicht sentimental überhöht werden muss, um authentisch zu sein. In ihren sehr persönlichen „Westside-Storys“ erzählen Kuckart und Özdoğan  von Hotelzimmern und Schwebebahn zwischen Duisburg und Wuppertal, von Verbundenheit zu Menschen und Räumen, aber auch von Aufbruch und Ankunft an Orten überall in der Welt, die zwar zu einem Wohnort, aber nicht notwendigerweise zu einer Heimat werden müssen.

„Wieso Heimat, ich wohne zur Miete“, so lautet der Titel des in Kürze erscheinenden Romans von Selim Özdoğan, aus dem er Auszüge vorstellen wird. Istanbul, der Schauplatz eben jenes Romans, wurde 2014 und 2015 zu einer temporären Heimat sowohl für Judith Kuckart als auch für Selim Özdoğan. Zusätzlich zur Lesung aus der Anthologie erzählen die beiden von ihrer Zeit am Bosporus und präsentieren Texte, die u.a. dort entstanden sind.

Judith Kuckart wurde in Schwelm geboren und lebt als Schriftstellerin und Regisseurin in Berlin und Zürich. Sie verfasst Theaterstücke, Hörspiele und Romane, so zuletzt „Wünsche“ (2013). Sie ist Trägerin u.a. des Annette-von-Droste-Hülshoff-Preises sowie des Literaturpreises Ruhr. 2014/2015 erhielt sie von der Kunststiftung NRW ein Aufenthaltsstipendium in Istanbul. www.judithkuckart.de

Dort begegnete sie Selim Özdoğan, der sich 2014 im Rahmen des Galata Stipendiums der Stadt Köln ebenfalls für längere Zeit in Istanbul aufhielt. Selim Özdoğan erhielt u.a. den Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für junge Künstlerinnen und Künstler sowie den Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis der Robert Bosch Stiftung. Er ist Autor zahlreicher Romane, Hörbücher und Kolumnen, 2013 erschien sein Roman „DZ“. www.selimoezdogan.de