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25.09.10

31.10.: Sternekoch Vincent Klink & Denis Scheck in Gladbeck zu Gast

Die kulinarische Aufklärung am Beispiel des Hummers – zubereitet von Sternekoch Vincent Klink und Denis Scheck

In Kooperation mit der Neuen Galerie, der Stadt Gladbeck und der Sparkasse Gladbeck

Die kulinarische Aufklärung am Beispiel des Hummers – zubereitet von Sternekoch Vincent Klink und Denis Scheck
In Kooperation mit der Neuen Galerie, der Stadt Gladbeck und der Sparkasse Gladbeck

Sonntag, 31. Oktober 2010, 20 Uhr
Neue Galerie Gladbeck, Bottroper Straße 17, 45964 Gladbeck
<cite>www.neue-galerie-gladbeck.de </cite><cite>
</cite>Eintritt: 7/11 Euro (ermäßigt/Abendkasse & Vorverkauf)
Karten-Tel. 0 20 43. 99 26 58 oder zahlen per eCash unter www.stadtbuecherei-gladbeck.de

Das Zeitalter der Aufklärung war auch – zumindest in privilegierten Kreisen – eine Zeit der kulinarischen Genüsse: Die Saucen wurden fetter, es wurden verstärkt einheimische Kräuter sowie Pilze, unter anderem auch Trüffel, verwendet. Die Eliten der europäischen Aufklärung schätzten Süßes ganz besonders. Süßigkeiten, Marmeladen, Fruchtkonfekt, Marzipan und Sirup standen hoch im Kurs und passten vorzüglich zur Vorliebe für exotische Getränke wie Kaffee, Kakao oder Tee. In den Kochbüchern des 18. Jahrhunderts fanden sich jedoch zunehmend auch Angaben über die Qualität der Lebensmittel, die wohlhabenden Feinschmecker der Zeit scheuten sich nicht, die gefragtesten Produkte auch von weit her kommen zu lassen. Die neue Philosophie des Kochens war vor allem auf eine „harmonische Abstimmung der Gerichte bedacht“, löste jedoch auch Kopfschütteln aus: „So viel Lärm um einen Pfannkuchen!“ wunderte sich bereits Voltaire.
Und heute? Das, was wir essen, erfüllt viele Funktionen: Es hält uns am Leben und im Idealfall gesund, verschafft uns Genuss und oftmals Völlegefühl, erweitert den Horizont und kann uns in die Fremde entführen. Sternekoch Vincent Klink meint dazu: „Mit Essen kann man Menschen sehr gut auf das Leben vorbereiten (...). Denn in dem Moment, wo das Kind gut essen lernt, lernt es zu entscheiden. Zwischen dem, was schmeckt, und dem, was nicht schmeckt. Zwischen gut und schlecht. Das ist ein kleines Stück Freiheit.“

Vincent Klink lebt und arbeitet in Stuttgart. Sein Restaurant „Wielandshöhe“ trägt seit 1978 einen Michelinstern. Zusammen mit seinem Freund Wiglaf Droste gibt Klink die kulinarische Kampfschrift „Häuptling Eigener Herd“ heraus, ein vierteljähriges Periodikum in Buchform und inzwischen wohlbekannter Schrecken der Nahrungsmittelindustrie. Wenn Klink nicht gerade die drei Bienenvölker in seinem Garten pflegt oder mit einem englischen Langbogen Pfeile verschießt, ist er an seinen freien Tagen als versierter Dilettant mit seiner Basstrompete und dem Pianisten Patrick Bebelaar unterwegs. Außerdem ist Klink mit seinen eigenen Kochsendungen in der ARD und im SWR zu bewundern. Mehr unter www.wielandshoehe.com, www.haeuptling-eigener-herd.de

Denis Scheck, geboren 1964 in Stuttgart, studierte Germanistik, Zeitgeschichte und Politikwissenschaft in Tübingen, Düsseldorf und Dallas. Er arbeitete als literarischer Agent, Übersetzer und freier Kritiker, seit 1996 ist er Literaturredakteur im Deutschlandfunk; außerdem Herausgeber der „Mare-Bibliothek“ und von „Arche Paradies“ sowie Moderator des ARD-Literaturmagazins „Druckfrisch“. 2000 – 2002 Mitglied der Jury des Ingeborg-Bachmann-Preises, 2004/2005 Gastprofessor für Literaturkritik an der Georg-August-Universität Göttingen, 2006 Mitglied in der Jury des Deutschen Buchpreises. Er lebt in Köln. Mehr unter www.daserste.de/druckfrisch/