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19.11.09

19.11., 20 Uhr, consol-Theater: Georg Kreisler liest im PoesiePalast - Autor, Komponist, Kabarettist

Donnerstag, 19. November 2009, 20 Uhr

Consol Theater, Bismarckstr. 240, Gelsenkirchen

Karten-Tel.: 0 20 9. 98 82 28 2 oder unter www.consoltheater.de

GEORG KREISLER LIEST AUS SEINER AUTOBIOGRAFIE „LETZTE LIEDER“

Donnerstag, 19. November 2009, 20 Uhr
Consol Theater, Bismarckstr. 240, Gelsenkirchen
Eintritt 12 €, Vvk. 10 €; Kartenreservierung empfohlen
Karten-Tel.: 0 20 9. 98 82 28 2 oder unter www.consoltheater.de

Georg Kreisler ist vor allem für seine bösen Lieder wie „Tauben vergiften im Park“ oder „Zwei alte Tanten tanzen Tango“ bekannt, geliebt und gefürchtet. Seine Texte haben sein Publikum stets ebenso erschreckt wie erfreut – und sich längst als zeitlose Klassiker entpuppt, deren bissiger Witz nach wie vor seinesgleichen sucht. Er ist ein Mann, der es gleich in drei Disziplinen zu unerreichter Meisterschaft gebracht hat: auf Füße zu treten, vor Köpfe zu stoßen und Augen zu öffnen. So wird es nicht verwundern, dass Georg Kreislers „Letzte Lieder“ keine versöhnlichen Gesänge beinhalten, sondern Paukenschläge. In seiner Autobiografie, die nicht unbedingt sein Leben erzählt, „sondern eher meine Gedanken, meine Kunstphilosophie, meine Wünsche und Träume“ (so Kreisler selbst), geht er ins Gericht mit bürgerlichem Kleingeist, nationalistischem Größenwahn, der Stadt Berlin, dem Staat Österreich und schließlich dem ganzen letzten Jahrhundert.

Georg Kreisler ist jedoch nicht nur eine Literatenlegende und einer der bekanntesten Kabarettisten, Komponisten und Satiriker unserer Zeit, er ist auch ein Mysterium. So stellte der Wiener Literat Hans Weigel bereits 1962 fest: „Ich war lange Zeit der festen Überzeugung, dass es Georg Kreisler gar nicht gibt. Seit ich ihn persönlich kenne und ihm oft begegnet bin – sogar bei Tageslicht – bin ich in dieser Überzeugung bestärkt worden. Georg Kreisler existiert gar nicht – er ist eine Erfindung Georg Kreislers.“

1922 in Wien geboren, lernte Kreisler bereits zu Schulzeiten Klavier, Geige und Musiktheorie, bis er 1938 zusammen mit seinen Eltern in die USA emigrierte. Nach Kriegsende arbeitete er mit Größen der Filmbranche wie Charlie Chaplin zusammen: Sah man Chaplin am Klavier, war es Kreislers Musik, die ertönte. Außerdem tourte Kreisler mit seinen in englischer Sprache verfassten Liedern über die Bühnen Amerikas, wurde dort jedoch als unamerikanisch und zu morbide eingeschätzt, sodass der durchschlagende Erfolg ausblieb. Mitte der 50er Jahre zog es ihn zurück nach Europa, wo er sich auf wechselnden Bühnen als politisch engagierter und unbequemer Chansonnier einen Namen machte. Neben über 500 Liedern schrieb er Romane, Essays, Kurzgeschichten, Gedichte und Theaterstücke. Im November wird im Volkstheater Rostock seine neueste Oper „Das Aquarium oder Die Stimme der Vernunft“ uraufgeführt. www.georgkreisler.de

Donnerstag, 19. November 2009, 20 Uhr
Consol Theater, Bismarckstr. 240, Gelsenkirchen
Eintritt 12 €, Vvk. 10 €; Kartenreservierung empfohlen
Karten-Tel.: 0 20 9. 98 82 28 2 oder unter www.consoltheater.de