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12.11.09

12.11.,20 Uhr: nubox_project im Poesiepalast - domicil, Dortmund

Donnerstag, 12. November 2009, 20 Uhr, domicil, Hansastr. 7-11, Dortmund

Karten- Tel. 02 31. 86 29 03 0 oder unter ticketing@domicil-dortmund.de

NUBOX_PROJECT: BABYLON_RECONSTRUCTED

Babylonisches Stimmengewirr und literarische Klangkomposition

Eine konzertante Sprachoper von Peter E. Eisold, Alois Kott und DJ illvibe

Eingefasst in eine formal ausgearbeitete und live-elektronische Komposition wird ein „akusmatischer“ Turm, ein wucherndes Gebilde aus Klang und Text konstruiert. Das Fundament dafür sind auch klassische Texte – teils antiken, teils biblischen, teils literarischen Ursprungs.
Bei der Auswahl der Texte wird zurückgegriffen auf Fragmente und Passagen, angefangen bei den Merseburger Zaubersprüchen, den Runen-Orakeln, dem Nibelungenlied bis zu Werken von Dante, Goethe, Büchner, Baudelaire, Kafka. Über diesen ersten Etagen des Klangturms werden schwindelerregende Hochbauten der Sprachkunst bzw. Weltliteratur montiert. Etliche junge Fachsprachen mit ihrem völlig eigenen Vokabular bilden nebeneinander und übereinander gesetzt dann den Übergang zu verwirrend babylonischen Luftschlössern. Im Verlauf der Komposition werden die Sprachpartikel durch Schichtung, Klangbearbeitung, Neuzusammenstellung oder Schnitt zu reinem Klang, zu rein musikalischem Material.

Ausgestattet mit Vinylpressungen des Textmaterials sowie bizarren Exponaten – von ornithologischen oder medizinischen Vorträgen der 50er Jahre bis zu Freejazz-Klassikern – werden ein live agierender Kontrabassist, ein Percussionist und Live Elektroniker sowie ein Turntablist virtuos alltägliche Sprachwahrnehmung in Frage stellen. Gesprochen von Bernhard Krämer und Frank Overhoff.

 

Peter E. Eisold wurde 1959 geboren und lebt als freischaffender Künstler und Musiker in Mülheim/Ruhr. Gründungsmitglied und Mitglied musikalischer Projekte (u.a. des Jazztrios BLUE BOX, der Helge Schneider Big Band, Supernova Orchester – The Ruhr Project); setzte sich autodidaktisch mit den unterschiedlichsten Kompositionstechniken auseinander. Einladungen des Goethe-Institutes, Träger des Ruhrpreis-Förderpreis 2003.

www.peter-eisold.de

 

Alois Kott, Jahrgang 1950, „Katalysator in alle Richtungen“, hat einen Studienabschluss im Fach Kontrabass und absolvierte einen Meisterkurs auf der Villa Hügel in Essen. Außerdem Studium der Gitarre und der live-elektronischen Komposition. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit widmet er sich der musikalischen Nachwuchsarbeit und tourt zusammen mit Peter Eisold im Rahmen verschiedener musikalischer Projekte rund um den Globus.
www.aloiskott-unlimitedmusic.de

 

Bereits mit 15 Jahren legte der 1980 geborene Vincent Graf von Schlippenbach in Hip-Hop-Clubs auf. Nachdem er bis ins Jahr 2005 DJ der Dancehall-Kombo Seeed war, ist DJ illvibe nicht nur Mitglied der Band Lychee Lassi, sondern tritt mit dem Projekt nuBox auf diversen Jazzfestivals auf.

www.lycheelassi.de

 

Donnerstag, 12. November 2009, 20 Uhr

domicil, Hansastr. 7-11, Dortmund

Eintritt 6 €, Vvk. 4 €; Kartenreservierung empfohlen

Karten- Tel. 02 31. 86 29 03 0 oder unter ticketing@domicil-dortmund.de