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24.09.09

24.9., 20 Uhr: PoesiePalast - Junge Niederländer im GREND

SPRACHWASSERFALL/ SPRAAKWATERFALL – JUNGE NIEDERLÄNDISCHE LYRIK

SPRACHWASSERFALL/ SPRAAKWATERFALL – JUNGE NIEDERLÄNDISCHE LYRIK
- in Kooperation mit dem Literarischen Produktionshaus Wintertuin / Nimwegen

 

Donnerstag, 24. September 2009, 20 Uhr
GREND-Kulturzentrum, Westfalenstr. 311, Essen-Steele
www.grend.de

Eintritt 6 €, Vvk. 4 €; Kartenreservierung empfohlen
Karten-Tel. 02 01. 85 13 21 0

Niederländische Literatur wird in Deutschland viel und gern gelesen, und es stimmt natürlich: Autoren wie Cees Nooteboom und Connie Palmen sind hierzulande äußerst populär. Jüngere Autoren aus Holland aber stehen etwas im Schatten dieser Großen und finden seltener Leser. Das hat natürlich auch mit zeitversetzter Übersetzung zu tun und mit der Aufnahme in deutsche Verlagsprogramme. Besonders die Lyriker trifft’s, kaum ein Dichter unter 35 wird ins Deutsche übersetzt.

Deshalb präsentieren Ihnen das Literaturbüro Ruhr und das Literair Productiehuis Wintertuin einen poetischen Sprachwasserfall: Gegenwarts-Lyrik aus den Niederlanden, drei der begabtesten Dichter in einem grenzüberschreitendem Programm – mit speziell für diesen Abend angefertigten Übersetzungen. Dazu gibt es musikalische Begleitung, zu den Gedichten wird live improvisiert mit Samples und akustischen Instrumenten. Moderiert von Dennis Gaens.
Tsead Bruinja (*1974) wohnt in Amsterdam. Seine Karriere begann er als friesischer Dichter, aber schon kurz danach folgte sein niederländisches Debüt „Dat het zo hoorde“ („Das es so hörte“), ein Buch, das nominiert wurde für den Jo Peters PoëziePrijs, einen der wichtigsten Poesiepreise der Niederlande. Bruinja schreibt immer noch auf Friesisch und auf Niederländisch, betritt aber auch internationale Bühnen. Vergangenes Jahr war er einer der Kandidaten für das Amt des ‘Dichter des Vaterlands’, ein Ehrenamt ähnlich wie der ‘Poet Laureate’ in Amerika und Großbritannien.
Tjitske Jansen (*1971) begeistert als Lyrikerin Publikum und Kritik „mit einer Sprache, die so klar, irdisch und leicht ist“ (so eine Tageszeitung). Mit ihren Lyrikbänden „Het moest maar eens gaan sneeuwen“ („Es müsste mal schneien“) und „Koerikoeloem“ („Curriculum“, phonetisch geschrieben) schreibt sie sich an die Spitze der Bestsellerlisten. Als aktive Theaterautorin und Schauspielerin gibt sie Theater- und Schreibworkshops und verfasst auch Lieder für Theatergruppen und Solokünstler.
Arjen Duinker (*1956) ist studierter Psychologe und Philosoph und veröffentlichte bisher einen Roman und elf Gedichtbände. Eines seiner Gedichte wurde für das Projekt „World Poem“ in 220 verschiedene Sprachen übersetzt. Veröffentlicht wurde seine Lyrik u.a. in Italien, England, Portugal, Iran, Russland und Deutschland (hier in der Anthologie „Keine triste Isolde“). Zusammen mit einem Glasbläser und einer Grafikdesignerin arbeitet er an einem enzyklopädischen Nachschlagewerk zur Glasbläserei. Duinker ist Träger des Jan Campertprijs und des VSB Poëzieprijs.
Jaap van Keulen (*1966) studierte an der Arnheimer Kunsthochschule und konzentrierte sich im Anschluss auf das Komponieren und Produzieren von Musik zu Theater- und Tanzvorstellungen. Er entwickelte einen sehr filmischen Stil, wobei er akustische Instrumente kombiniert mit gesampeltem Material. Schon länger begleitet er Dichter wie Tsead Bruinja und Tjitske Jansen.
Dennis Gaens (*1982), moderiert, schreibt Poesie und Kurzgeschichten und debütierte 2009 in der Sammlung 'Het Nieuwe Zwart' (Das Neue Schwarz). Er ist Mitarbeiter des Literarischen Produktionshaus Wintertuin und betreut den Austausch zwischen deutschen und niederländischen Autoren.