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6.11.17
8.11.2017, 20 Uhr, Katakomben Theater Essen: Hasnain Kazim liest aus "Krisenstaat Türkei: Erdoğan und das Ende der Demokratie am Bosporus"

Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe "Über Leben! Von der Hoffnung auf Zukunft"

In Kooperation mit dem Katakomben-Theater Essen und dem Festival Literatürk

Mittwoch, 8. November 2017, 20 Uhr
Katakomben-Theater im Girardet Haus
Girardetstraße 10, 45131 Essen

Eintritt: 7/9 € (Vorverkauf/Abendkasse)
Karten unter 02 01.43 04 67 2 (Mo – Fr 10 – 14 Uhr), per Fax unter – 43 04 67 1 oder per Mail unter katakomben-theater@web.de
Bei Online-Bestellung über reservix.de fällt eine zusätzliche Gebühr an
Kartenreservierung empfohlen, Kartenabholung bis 19.30 Uhr erforderlich
katakomben-theater.de

Die Türkei galt einmal als Land der Hoffnung: Ein Land, das West und Ost vereint, das islamisch ist und zugleich demokratisch, das Vorbild sein kann für seine Nachbarländer. Heute ist die Türkei ein Krisenstaat, in dem die Demokratie gleich von mehreren Seiten unter Druck gerät. Nicht erst seit dem Putschversuch im Juli 2016 sieht sich das Land von inneren und äußeren Feinden bedroht. Der Konflikt mit den Kurden flammt neu auf, islamistischer Terror greift um sich (jenseits der Grenze in Syrien und im eigenen Land) und Präsident Recep Tayyip Erdoğan lässt Andersgläubige und Andersdenkende immer rücksichtsloser verfolgen. SPIEGEL-Korrespondent Hasnain Kazim zeigt, wie brenzlig die Situation am Bosporus ist: Durch die doppelte Gefahr aus wachsendem Autoritarismus und zunehmendem Extremismus gerät nicht nur die Demokratie in der Türkei unter Druck – auch für Deutschland und Europa entstehen neue Gefahren.

Hasnain Kazim
, 1974 als Sohn indisch-pakistanischer Einwanderer in Oldenburg geboren, schreibt seit 2004 für SPIEGEL ONLINE und den SPIEGEL. Seit 2009 lebt er als Korrespondent im Ausland u. a. in Islamabad, Istanbul und derzeit in Wien. Bei allem politischen und religiösen Extremismus, dem er bei seiner Arbeit begegnet, versucht er, auch das Schöne und Alltägliche zu beschreiben. Für seine Berichterstattung wurde er als ›Politikjournalist des Jahres‹ geehrt und mit dem CNN Journalist Award ausgezeichnet. Zuletzt veröffentlichte er unter dem Titel ›Plötzlich Pakistan‹ seine Erfahrungen als Auslandskorrespondent.